| Baujahr: | 1869-1872 |
| Größe: | 24m hoch 10m Durchmesser in 5m Höhe |
| Wasserbehälter: | 8m Durchmesser 4m Hoch |
| Material: | Ziegelmauerwerk, Sockelmauerwerk aus Bruchstein, hölzerne Dachkonstruktion |
| Lage: | an der ehemaligen Eisenbahnstrecke Eilsleben - Schöningen - Jerxheim |
| Zweck: | Wasserversorgungsanlage für das Bahnbetriebswerk |
Die Anlage bestand aus 4 Tiefbrunnen und 2 Oberflächensammelbecken. Auf dem Gelände befinden sich ein Gebäude für die Pumpen und ein Haus für den Pumpstationswärter und seiner Familie. Er bediente die Anlage rund um die Uhr, pflegte die Außenanlagen und meldete Reparaturen an. Im Pumpenhaus wurde später auch das Trinkwasser für die Eisenbahnerhäuser aufgearbeitet (gechlort). An Sonntagen war die Pumpstation bis ca. 1950 ein beliebtes Ausflugziel und man konnte dort Flaschengetränke kaufen. Die Bänke und Tische im Park neben der Aller wurden oft für ein Picknick genutzt. Heute hält der Motorradclub der Darker (MC Darker e.V.) das Gelände der Pumpstation auf Vordermann und veranstaltet dort Motorradtreffen und Feste für die ganze Familie.
Von der Pumpstation wurde das Wasser in den ca. 200m3 fassenden Hochbehälter des Wasserturmes gepumpt.
Dieser Speicher hielt ständig Wasser für die Wasserkräne bereit. Durch Leitungen mit großem Querschnitt konnte Wasser mit hohem Druck bereitgestellt werden. Die Druckleitungen bestanden aus Gussrohren mit 20cm großen Flanschen im Durchmesser. Zu der einfach gehaltenen Anlage gehörte ein Schwimmer, der bei vollem Behälter das Ventil zum Füllen verschloss. Ein Überlauf schützte den inneren Turm vor Wasserschäden und führte am Fuß des Turmes ins Freie. Mit einem Reserveventil konnte der Behälter zum Reinigen vollständig geleert werden.
Ein guter Wasserkran vermochte bei ausreichendem Druck 10m3/Min freigeben. Der Wasservorrat einer Dampflokomotive bewegte sich im Durchschnitt bei 30m3 und reichte 70 bis 140km - je nach Gewicht des Zuges und dem Gelände der Strecke.
Eine Lok konnte so in etwa 3Minuten ihren Wasservorrat ergänzen. Der Eilsleber Wasserturm hatte einen Wasservorrat von 200m3 und reichte somit für 5 bis 7 Lokomotiven. Hierbei wird von der Tatsache ausgegangen, dass niemand seine Vorräte völlig aufbrauchte. In Eilsleben gab es jeweils einen Wasserkran im Bahnbetriebswerk, auf dem Güterbahnhof und am Standort des ehemaligen Bahnwerkes, wo sich jetzt das Stellwerk befindet.